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Wolf Widder inszeniert „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi am Theater Pforzheim

Als erste Oper in der Spielzeit steht „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi im Theater Pforzheim auf dem Programm. Die richtige Ankündigung wäre allerdings „Un ballo in maschera“. Denn gesungen wird in der mit deutschen Übertiteln versehenen Aufführung in der italienischen Originalsprache.

Susanna Levonen als Amelia, Eric Fennell als Riccardo und der Chor.

Susanna Levonen als Amelia, Eric Fennell als Riccardo und der Chor. Foto: privat

Pforzheim. Vorgestellt wird aber nicht das ursprüngliche Original, sondern die zensierte Fassung. Antonio Somma heißt der Librettist, der aufgrund von Eugène Scribes Schauspiel „Gustave III. ou Le bal masque“ und dem Libretto, das der französische Schriftsteller für Rossini verfasst hatte und das von Auber vertont worden war, die ursprüngliche Originalfassung für Giuseppe Verdis Oper schrieb. Aus Zensurgründen musste das Werk mehrfach verändert werden, und so entstand auch eine sogenannte „überseeische“ Fassung, die übrigens 1862 in Stuttgart ihre deutsche Erstaufführung erlebte. 1935 wurde zum ersten Mal von der Kopenhagener Oper die Zurückverlegung der Handlung nach Schweden erprobt, eine Fassung, die sich vor allem unter dem Einfluss der Ideen einer realistischen Musiktheater-Gestaltung in der Oper nach dem Zweiten Weltkrieg immer stärker durchsetzte.

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