Hesse und der schöne Schein
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Ausstellung in der Sparkasse Pforzheim Calw zeigt den Literaten von seiner anderen Seite
Weiche Aquarellfarben statt harter Feder, heiterer Hobbymaler statt schwermütiger Literatur-Nobelpreisträger – die Ausstellung „Licht und Farbe“ zeigt den Künstler Hermann Hesse aus unerwarteter Perspektive.
Kunsthistorikerin Susanne Völker und Stephan Scholl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw, bewundern das Bild „Bigogno“.
Pforzheim. Hier späht der Besucher durch einen Torbogen in einen Innenhof als einen Ort der Stille, da schweift der Blick von einem Aussichtspunkt über sanfte Hügel und ein verträumtes Dorf, dann wieder sieht der Betrachter sich am Rande eines tiefblauen Teiches stehen. Auf den Spuren Hesses wandert der Zuschauer in der Sparkasse Pforzheim Calw durch die lichtdurchflutete Landschaft des Tessin, die Wahlheimat des gebürtigen Calwers. Ganz bewusst hat Kuratorin Susanne Völker sich für die Ausstellung „Licht und Farbe – Hermann Hesse als Maler“ auf 36 Aquarelle beschränkt, die zwischen 1922 bis 1933 entstanden sind, obwohl ihr mit rund 100 Exemplaren im Besitz der Sparkasse eine der weltweit größten Privatsammlungen zur Verfügung gestanden hätte. „Eine Periode, in der er exzessiv gemalt hat, sich an verschiedenen Stilrichtungen versucht hat. Sie werden bei Ihrem Rundgang impressionistische, expressionistische, kubistische und synthetistische Einflüsse finden, ohne dass Hesse sich in eine Schublade stecken ließe“, erläuterte Völker. Eines ist allen Werken gemeinsam: Sie sind lichtdurchflutet, farbenfroh, unbeschwert. Ja, man kann sagen: „Sie sind schön anzusehen.“
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