Helfer vor Ort retten Leben

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Im Ernstfall zählt jede Minute

Illingen. Auf Antrag der SPD-Fraktion unterstützt die Gemeinde Illingen die lokale Helfer-vor-Ort-Gruppe des Roten Kreuzes einmalig mit 8000 Euro für ihr Einsatzfahrzeug, mit dem sie noch schneller und noch besser den Rettungsdienst unterstützen kann. Dass die neun ehrenamtlichen Helfer fast täglich im Einsatz sind, hat Professor Dr.-Ing. Thomas Ahndorf vor den Haushaltsberatungen dem Gemeinderat berichtet. Die Gruppe hat sich Mitte Dezember 2015 gegründet. Seitdem wurde sie 560-mal von der Leitstelle alarmiert. „Wir sind in der Regel in spätestens vier Minuten vor Ort und kümmern uns um die Erstversorgung von Patienten und Unfallopfern, bis der Rettungsdienst da ist.“ Diese Minuten können über Leben und Tod entscheiden. „Viele Einsätze sind zeitkritisch – etwa bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Kreislaufkollapsen“, betonte Ahndorf und wies darauf hin, dass die Helfer entweder eine medizinische Ausbildung oder eine Sanitätsausbildung haben. Die Gruppe werde, so Ahndorf weiter, weder von den Krankenkassen, dem Land noch von der Gemeinde unterstützt. Sie finanziere sich alleine aus Mitteln des DRK und durch Spenden. Die Helfer selbst bekommen keine Aufwandsentschädigung, ebenso werden sie bei ihren Einsätzen nicht vom Arbeitgeber freigestellt, wie dies bei den Feuerwehren üblich sei.

Seit einigen Wochen sind die Lebensretter in einem eigenen Fahrzeug unterwegs, das entsprechend gekennzeichnet und mit Blaulicht ausgestattet ist, damit sie noch schneller vor Ort sein können. 18000 Euro hat das Auto gekostet – und fast alle Spendengelder verschlungen. Umso mehr dürften sich die Helfer freuen, dass die Gemeinde Illingen einmalig die Investition in den Fuhrpark mit 8000 Euro unterstützt.

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