Heiße Träume gehen in Flammen auf

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Selbst ernannter Forscher betreibt einen nicht genehmigten Schmelzofen – Nebulöse Aussagen im Brandstifterprozess

Pforzheim. Im Prozess um den verheerenden Dachstuhlbrand an der Karolingerstraße in Pforzheim, der am 14. August 2018 durch den Betrieb eines nicht genehmigten Schmelzofens ausgelöst worden war, machte die gestrige Fortsetzung vor dem Schöffengericht deutlich: Brandschutz war keine Chefsache.

Der Traum des Investors aus München und seines angestellten Forschers, dem die Staatsanwaltschaft Brandstiftung vorwirft: die Entwicklung eines Verfahrens zur Extraktion seltener Erden mit Hilfe eines vergleichsweise einfachen Schmelzofens. Bisher werden die Rohstoffe, die in zahlreichen Schlüsseltechnologien zur Anwendung kommen, in mehreren komplexen Schritten, überwiegend in China, gewonnen. Die Realität: ein Schmelzofen in Pforzheim, der den Betreibern nicht heiß genug wurde, um ihr ambitioniertes Vorhaben zum Erfolg zu führen, aber trotzdem heiß genug, um den Dachstuhl des Gebäudes, in dem außerdem Chemikalien und Flüssiggas lagerten, in Flammen aufgehen zu lassen.

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