Heimbewohner sollen mehr Würde genießen
Archiv
Neue Standards zur weitgehenden Vermeidung von Fixierungen und Bettgittern – Erste Zwischenbilanz fällt positiv aus
Pforzheim. In Pflege- und Altenheimen konnten bislang Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM), etwa Gitter und Gurte am Bett, deutlich reduziert werden. So lautete ein erstes Resümee vom Amtsgericht Pforzheim in Zusammenarbeit mit den zuständigen Betreuungs- und Heimbehörden, Verfahrenspflegerinnen sowie Vertretern von Heimen der Stadt und des Enzkreises. Im Vorfeld stand der Leitgedanke der Verfahrenspflegerinnen, den Werdenfelser Weg in der Region zu bestreiten (wir berichteten). Seit der Auftaktveranstaltung im März 2013 waren die Verfahrenspflegerinnen in vielen Verfahren tätig, haben mit den Verantwortlichen in Heimen diskutiert, sie beraten und Maßnahmen erarbeitet. Die Resonanz seitens der Pflegekräfte sei in den meisten Fällen positiv gewesen, weshalb in 35 Einrichtungen ein Rückgang von 25 Prozent der mit amtlichen Beschluss erzielten Freiheitseinschränkenden Maßnahmen erzielt werden konnte. „Innerhalb eines Jahres haben wir viel zur Verbesserung der Lebensqualität der Heimbewohner erreicht“, sagte Richter Johann-Michael Mayer-Pflomm.
Insgesamt konnte ein deutlicher Rückgang bei den Bettgittern verzeichnet werden. Gleiches gilt für körpernahe Fixierungen beispielsweise bei Sitzgurten in Rollstühlen. Hingegen sei die Zahl der Fixierungen im Bett nur minimal gesunken. Ein weiterer Aspekt zum Wohle der Betroffenen sind regelmäßige Schulungen der Pflegekräfte sowie ein speziell ausgebildeter FEM-Beauftragter vor Ort.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen