Haus des Jugendrechts vermeldet Erfolge

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Pforzheim. Nach einer Einrichtung in Bad Cannstatt ist das Haus des Jugendrechts in der Pforzheimer Bahnhofstraße 26, direkt gegenüber der Polizeidirektion, nunmehr die zweite Institution dieser Art im Land. Da sich Bad Cannstatt bewährt habe, gelte es, „die Idee ins Land hinauszutragen“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger bei der Vorstellung des Projekts vor der Presse. Die „Idee“ besteht darin, dass Staatsanwaltschaft, Polizei und der Bezirksverein für soziale Rechtspflege unter einem Dach zusammenarbeiten und mit der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis kooperieren. Zusätzlich plant die Pforzheimer Jugendgerichtshilfe, mittelfristig in ein Gebäude in der Nachbarschaft einzuziehen. Die kurzen Wege, so der Minister, ermöglichten eine schnelle Reaktion auf Straftaten. Folge die Strafe dem Vergehen schnell auf dem Fuß, hinterlasse dies bei den jungen Tätern einen stärkeren Eindruck, als wenn die Sanktion erst mit längerer Verzögerung erfolge. „Da verpufft die Wirkung“, so Stickelberger.

Gut gelaunt (v. li.): Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager, der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger, Enzkreis-Sozialdezernent Roland Hübner, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Christoph Reichert und der Leiter der Polizeidirektion Pforzheim, Burkhard Metzger, vor dem Haus des Jugendrechts in der Pforzheimer Bahnhofstraße.

Gut gelaunt (v. li.): Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager, der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger, Enzkreis-Sozialdezernent Roland Hübner, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Christoph Reichert und der Leiter der Polizeidirektion Pforzheim, Burkhard Metzger, vor dem Haus des Jugendrechts in der Pforzheimer Bahnhofstraße.

Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit eines ganzen „Netzes von Beteiligten“ sei der günstige Umstand, dass die beteiligten Stellen „ihre Pappenheimer kennen“ und so etwa einen 13-Jährigen bereits bekehren können, bevor er mit 14 Jahren eine Straftat begeht. Mit der neuen Einrichtung, zeigte sich der Minister überzeugt, könne die Jugendkriminalität effektiv bekämpft werden. Eine Ankündigung Stickelbergers, die von Vertretern der zuständigen Behörden gestern mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen wurde: Das Haus des Jugendrechts „soll eine Dauereinrichtung werden“. Auch falls Pforzheim kein Polizeipräsidium erhielte, was zu erwarten ist, würde die Institution des Jugendrechts nicht gefährdet, versicherte das Mitglied der Landesregierung .

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