Harte Diagnose für Klinik

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Enzkreis muss weiter Millionen in Krankenhäuser pumpen

Mühlacker. „Das Geschäftsmodell Krankenhaus ist bedroht“, stellt Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding, beim Pressegespräch zum Unternehmensplan 2017 eine harte Diagnose. Auch wenn Axel Hechenberger, Kaufmännischer Direktor der Holding, das Ziel eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) ausgibt, wird der Enzkreis in Zukunft weiterhin zwischen drei und vier Millionen Euro jährlich in die Enzkreiskliniken gGmbH pumpen müssen. Dabei handele es sich um Zins- und Tilgungsleistungen für Investitionen, macht Hechenberger deutlich, dass hier kein Geld verpulvert werde, sondern Werte geschaffen.

Allerdings klaffe zwischen Kosten und Erlösen die Schere immer weiter auf, bedauern Martin und Hechenberger. Zwar gebe es bei den stationären Leistungen einen Zuschlag von wahrscheinlich 1,5 Prozent auf der Einnahmenseite, da aber die Personalkosten durch neue Tarifverträge weit höher steigen als 1,5 Prozent und die Kliniken bei der Fixkosten-Erstattung Abschläge hinnehmen müssen, stehe am Ende beim laufenden Betrieb ein Minus.

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