Harte Arbeit für das Leben in der Freiheit

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Pilotprojekt versucht noch im Gefängnis, zwischen Tätern und Opfern auszugleichen – Finanzierung hängt am Tropf des Landes

In der Heimsheimer Haftanstalt läuft seit 15 Monaten ein Pilotprojekt, bei dem eine Sozialarbeiterin mit teils langjährig Einsitzenden daran arbeitet, dass sie sich mit ihrer Tat und dem Leid, das sie ihren Opfern zugefügt haben, auseinandersetzen.

Wichtige Arbeit im Heimsheimer Gefängnis: Der Täter-Opfer-Ausgleich hinter Mauern und Stacheldraht ist ein Novum und eine Herausforderung für alle beteiligten Akteure.

Im Gefängnis Heimsheim wäre ein Corona-Ausbruch ein großes Problem. Deshalb ist Prävention wichtig. Foto: Archiv Foto: Kollros

Heimsheim. Können Verbrecher und ihre Opfer irgendwann aufeinander zugehen? Zweifellos ist das besonders für die Opfer ein schwieriger Schritt. „Es ist Aufgabe des Strafvollzugs, Häftlinge auf die Zeit nach ihrem Aufenthalt und auf die wiedergewonnene Freiheit vorzubereiten und sie zu befähigen, keine Straftaten mehr zu begehen“, betont Anstaltsleiter Hubert Fluhr. Ein neuer Baustein der Resozialisierung ist im Heimsheimer Gefängnis seit Mitte vergangenen Jahres der Täter-Opfer-Ausgleich, der in der Vergangenheit ausschließlich außerhalb der Gefängnismauern und vorwiegend mit Jugendlichen und deren Geschädigten praktiziert wurde. Weil der Bezirksverein für soziale Rechtspflege in Pforzheim als Straffälligen-Hilfseinrichtung auf diesem Gebiet seit über 20 Jahren aktiv tätig ist, hat man das Modell mit neuen Standards auch auf Hilfen innerhalb von Gefängnissen übertragen. Laut Markus Rapp, Geschäftsführer des Bezirksvereins, hat man mit der Neuerung „positive Erfahrungen“ gemacht.

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