Hanna Wimmer sagt ihrer Gemeinde Ade

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Das Arbeitszimmer ist geräumt: Pfarrerin verlässt Posten in Freudenstein-Hohenklingen nicht ganz freiwillig

Zwölf Jahre lang war Hanna Wimmer Pfarrerin in Freudenstein-Hohenklingen. Rund 900 Mitglieder zählt die Kirchengemeinde, die sich ab der kommenden Woche auf einen Wechsel im Pfarrhaus einstellen muss.

Hanna Wimmer an ihrer Wirkungsstätte. Am Sonntag wird sie in einem Gottesdienst verabschiedet.

Hanna Wimmer an ihrer Wirkungsstätte. Am Sonntag wird sie in einem Gottesdienst verabschiedet. Foto: Filitz

Knittlingen-Freudenstein. Am Sonntag wird die beliebte Pfarrerin in einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Sie scheidet nicht etwa aus kirchlichen Diensten aus, denn sie wird wenig später in Dürrenzimmern als neue Pfarrerin eingeführt werden. „Es ist meine Entscheidung, die ich so aber nicht aus freien Stücken getroffen habe“, berichtete sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Zu ihren Aufgaben als Pfarrerin gehöre auch der Religionsunterricht an Schulen. Zwölf Stunden seien amtlich gefordert, auf vier habe sie diese reduziert und bisher an der Freudensteiner Grundschule gegeben. „Meinen Pfarrdienst, so wie ich ihn verstehe, voll auszufüllen und daneben zwölf Unterrichtsstunden zu leisten, war für mich nicht vereinbar. Da ich dieser Forderung nicht nachkommen wollte, wurde ich vor die Entscheidung gestellt, entweder meine 100-Prozent-Stelle behalten, aber mit diesen zwölf Stunden Unterricht, oder eine 50-Prozent-Stelle anzunehmen. Davon hatte der Oberkirchenrat mir zwei vorgeschlagen, ich habe mich für die in Dürrenzimmern entschieden. Mein Arbeitszimmer hier habe ich schon geräumt.“

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