Handwerk interessiert sich für Studienabbrecher

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Rückläufige Zahlen bei den Gesellen machen den Kreishandwerkern zu schaffen – Einbruch besonders bei der Kfz-Ausbildung

Pforzheim (bh). Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein Schwerpunktthema bei der Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis in dieser Woche gewesen.

Peter Leicht, Leiter der Unternehmensplattform der Sparkasse (S-UP), stellte den Service vor. Früher sei es die Regel gewesen, dass die Söhne die Firma übernahmen oder die Töchter einen passenden Schwiegersohn beibrachten. Das sei heute nicht mehr der Fall, die Kinder hätten oft eine andere Lebensplanung und es bleibe dann nur noch die Fusion mit anderen Unternehmen oder eine Übernahme durch externe Personen. Mit Hilfe der S-UP werde in der Regel auch ein Nachfolger gefunden. Dafür werden zunächst anonymisierte Profile der Verkäufer oder Käufer in eine Datenbank aufgenommen. Die Sparkasse sucht dann aktiv Übereinstimmungen. Allerdings dauere es ein bis fünf Jahre, bis ein passender Partner gefunden sei, so der Referent. Die Sparkassen arbeiten überregional in ganz Süddeutschland zusammen, und bei der Suche gebe es eine Kooperation mit der Bayerischen Landesbank. Einen ähnlichen Service stellt auch die Handwerkskammer zur Verfügung. Dieser ist für die Innungsmitglieder durch den Kammerbeitrag bezahlt und bedient auch kleinere Handwerksbetriebe, die nicht die Umsatzschwelle von einer Million Euro erreichen, die bei der S-UP Voraussetzung ist. Die Details erläuterten die Spezialisten für Betriebsübernahmen und Betriebsnachfolge der Handwerkskammer Karlsruhe, Andrea Winkler und Jörg Fuchs.

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