Hallo, hier spricht Alt-Dürrmenz!
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Historisch-Archäologischer Verein (HAV) sichert altes Tondokument für die Nachwelt – Zeitzeugen-Befragung gefilmt
Gewaschen wird in der Enz, wer beim letzten Klang der Betglocke nicht zu Hause ist, bekommt ein Problem, und eine Seilerbahn zieht sich durch den Ort: Dieses alte Dürrmenz wird auf einer Schallplatte von 1971 lebendig. Mitglieder des HAV haben das Tondokument nicht nur für die Nachwelt gesichert, sondern auch die Sprecher identifiziert.
Eine historische Postkarte legt Zeugnis ab vom Waschen an der Enz. Foto: privat
Mühlacker. Wenn der Opa zum gefühlt 927. Mal von früher erzählt, stellt der Nachwuchs vorsichtshalber auf Durchzug, und zum 927. Mal geht damit ein Stück Lokalhistorie unwiederbringlich verloren. Wie wertvoll Erzählungen aus früheren Epochen sein können, wissen nicht zuletzt die Mitglieder des Historisch-Archäologischen Vereins zu würdigen, die unlängst einen tönenden Schatz gehoben haben: die Platte „Mühlacker damals“, die 1971 auf Anregung des Verschönerungsvereins entstand. Ein Zugezogener war es, der die Stimmen schon recht betagter Einwohner in seinem Tonstudio festhielt. „Arno Graul kam ursprünglich aus Saalfeld/Thüringen, verlagerte seine Firma nach Mühlacker und wollte mehr über das Leben an seinem Wohnort erfahren“, schildert Wolfgang Rieger vom Historisch-Archäologischen Verein die Entstehungsgeschichte des Tondokuments. Dieses enthält nach dem passenden musikalischen Auftakt „Unter der Löffelstelz“ im Plauderton geführte Gespräche über Alt-Dürrmenz und Alt-Mühlacker. Die Erinnerungen der Sprecher reichen weit zurück und beleuchten auf individuelle und authentische Weise einen Zeitraum von rund 100 Jahren.
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