Grundsatzdebatte über das Stichgleis kündigt sich an
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Es geht um die Finanzierung des Maulbronner Schienenstrangs
Maulbronn. Im Maulbronner Gemeinderat war das sogenannte Stichgleis, auf dem zeitweise der Klosterstadtexpress verkehrt, schon oft ein Thema. Stadtrat Friedrich Luz von der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV) sprach im Rat angesichts niedriger Nutzerzahlen von einem „Geisterzug“. Das sei nicht nur seine Beobachtung, sondern auch die eines Bürgers aus Schmie, der ihm gegenüber angeregt habe, aus der Strecke, die vom Bahnhof Maulbronn-West zum alten Bahnhof in der Stadtmitte führt, einen Radweg zu machen – analog zu dem Projekt, das in Vaihingen an der Enz derzeit vorangetrieben werde. „Zumal aus dem autonomen Fahren auf der Strecke wohl nichts wird“, so Luz.
Bürgermeister Andreas Felchle sagte dazu: „Das Thema ist von grundlegender Bedeutung und kommt spätestens 2021 in den Gemeinderat.“ Dass es kein Interesse für einen autonomen Fahrbetrieb auf der Strecke gibt, hat laut Bürgermeister aktuell damit zu tun, dass das Stichgleis derzeit mit Blick auf sein mögliches Reaktivierungspotenzial untersucht werde (wir berichteten). Ein Kriterium des Landes, das in ganz Baden-Württemberg alte Bahnstrecken untersucht, ist, dass es 1000 Fahrgäste pro Tag und Kilometer geben muss. „Maulbronn wird durchfallen. Wenn das passiert, sollten wir das Recht haben, erneut über die Zukunft der Stichstrecke zu diskutieren“, betonte Felchle.
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