Grundgebühr für Frischwasser steigt
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Wiernsheim dreht nicht am Verbrauchspreis, sondern an einer besser kalkulierbaren Stellschraube
Wiernsheim. Die Frischwassergebühren in Wiernsheim erfahren zum 1. Januar eine deutliche Änderung: Die Grundgebühr wird von 1,07 Euro pro Monat auf vier Euro erhöht. „Für einen normalen Haushalt stellt dies Jahresmehrausgaben von knapp 40 Euro dar“, schreibt Kämmerer Matthias Enz in der Beschlussvorlage. Dem Vorschlag der Verwaltung folgte der Gemeinderat am Mittwochabend einstimmig. Damit haben sich Gremium und Verwaltung gegen eine Veränderung des Wasserpreises entschieden, der bei 1,20 Euro pro Kubikmeter bleibt. Die Erhöhung der Grundgebühr sei sowohl für die Verwaltung als auch für die Bürger besser kalkulierbar, da sie nicht von der Verbrauchsmenge abhängt, sondern pro Wasserzähler wirke. „Wir haben bisher noch nie über die Grundgebühr diskutiert“, machte Enz deutlich, dass diese seit Jahren nicht angetastet wurde, sondern man immer am Wasserpreis gedreht habe. „Wir bleiben mit dieser Lösung immer noch die billigsten“, betonte indes Bürgermeister Karlheinz Oehler. Die Neukalkulation wurde nun insbesondere nötig, weil die Zinserträge aus dem Maulbronn-Stromberg-Fonds in der Niedrigzinsphase deutlich zurückgingen und man den Sparstrumpf nicht antasten wolle. Hinzukomme, dass es der Kommunalaufsicht seit Jahren ein Dorn im Auge sei, dass der Wasserpreis durch Zinserträge, wie aus dem Maulbronn-Stromberg-Fonds, betriebsfremd subventioniert würde, wie Kämmerer Enz in der Sitzungsvorlage ausführte.
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