Großputz in der Wasserkammer

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Jährlicher Arbeitseinsatz im Hochbehälter Stöckach bietet Gelegenheit zu einem Besuch an einem unbekannten Ort

Mühlacker. Knapp dreieinhalb Meter Deckenhöhe, 21 Säulen. Jedes Wort wird von den feucht-glitzernden Wänden mit mehrfachem Echo zurückgeworfen. Akustik und ein Raumgefühl, könnten fast an eine Kathedrale erinnern – wären da nicht die beiden Mitarbeiter der Stadtwerke Mühlacker in ihren orangefarbigen Schutzanzügen und den weißen Gummistiefeln, die jeden Zentimeter Wand, Decke und Boden unter Hochdruck mit Wasser abstrahlen. Im Hochbehälter Stöckach steht der jährliche Großputz an.

Stippvisite im Untergrund: Etwa eine Woche dauert die Reinigung des 1500 Kubikmeter fassenden Beckens, das 6000 bis 8000 Mühlacker Einwohner mit frischem Trinkwasser versorgt.

Stippvisite im Untergrund: Etwa eine Woche dauert die Reinigung des 1500 Kubikmeter fassenden Beckens, das 6000 bis 8000 Mühlacker Einwohner mit frischem Trinkwasser versorgt.

Von außen kommt die im Stöckachwald gelegene Anlage eher unscheinbar daher: ein auf einem Hügel gelegenes kleines Häuschen, der Eingang mit einer blauen Gittertüre abgeriegelt. Die wahre Größe des Wasserreservoirs – nach dem Hochbehälter Lindach mit rund zweieinhalbtausend Kubikmetern Fassungsvermögen der zweitgrößte von elf Hochbehältern in Mühlacker – offenbart sich erst im Inneren, in der imposanten Wasserkammer unter dem Gebäude. Normalerweise ist sie mit 1500 Kubikmetern gefüllt und versorgt 6000 bis 8000 Einwohner Mühlackers mit Trinkwasser. Dann reicht der Wasserspiegel bis fast zur obersten Stufe der Stahltreppe, die von Deckenhöhe aus nach unten ins Behälterinnere führt. Betreten verboten, schließlich soll das Trinkwasser nicht verunreinigt werden.

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