Grobes Foul mit gefälschten Trikots

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Adidas bringt den Ball der Ermittlungen ins Rollen. Billige Ware verstößt gegen Markenrechte

Pforzheim. Rund 200 billige Fälschungen aus dem Graumarkt hat ein 36-Jähriger aus Pforzheim über seinen Online-Shop für Fußball-Trikots an den Fan gebracht. Strafrichterin Stephane Ambs zückte am Mittwoch für das Markenrechtsfoul die rote Karte und verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten, ausgesetzt zur Bewährung. Verteidiger Andreas Lingenfelser hatte zuvor auf eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je zehn Euro plädiert.

Von Anfang Januar 2018 bis März 2019 lief das Geschäft rund, besonders DFB-Retro-Trikots erfreuten sich bei den Käufern großer Beliebtheit und brachten um die 50 Euro pro Stück, doch auch andere bekannte Namen, Vereine und Nationalmannschaften hatte der Selbstständige in der Verkaufsaufstellung: Argentinien, Mexiko und Holland ebenso wie Völler, Müller, Zidane und Klinsmann, fast 15000 Euro an Einnahmen spülten die Promis der Fußballszene in die Kasse. Die Ware, vermutlich asiatischer Herkunft, hatte der Selbstständige sich über einschlägige Plattformen im Internet besorgt, im Club der Fälschungen soll nur der erste 1. FC Köln echt gewesen sein. „Dabei handelte es sich um eigene Trikots, die ich mir in den vergangenen fünf Jahren zugelegt habe. Ich sammle Trikots und bin ein Fan.“

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