Grippewelle legt Arbeitnehmer flach

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Enzkreis (pm). Wie Hartmut Keller, Geschäftsführer der AOK Nordschwarzwald mitteilt, gibt es wegen der Grippewelle aktuell bis zu 45 Prozent mehr Krankschreibungen als gewöhnlich. Gründe seien nicht nur eher harmlose Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen, Magen-Darm, sondern auch die „echte Grippe“. „Selten hatten wir so viele Grippe-Patienten wie in diesem Jahr“, teilt Keller mit. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts war die Erkrankungszahl in der Kalenderwoche sechs (2. bis 8.Februar) so hoch, dass die höchste Meldestufe erreicht wurde. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) berichtet: „Wir haben seit zwei Wochen eine rasante Zunahme der Erkrankungsfälle mit plötzlich einsetzendem, sehr hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, oft auch mit Erbrechen und Durchfall kombiniert“.

Obwohl die Grippe-Saison weit fortgeschritten ist, sollten Risikogruppen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts noch über eine Impfung nachdenken. Es dauere aber zwei Wochen, bis sich der Schutz aufbaut. Zu den Risikogruppen zählen medizinisches Personal, Menschen mit Publikumsverkehr, Personen über 60 Jahre, Schwangere sowie chronisch Kranke, etwa mit Herzkrankheiten, Diabetes oder Asthma. „Die Impfung ist nach wie vor die wichtigste und effektivste Präventionsmaßnahme“, sagt Dr. Jan Leidel, Vorsitzender der ständigen Impfkommission (STIKO). Am besten schütze man sich mit einer Grippeimpfung bereits im Herbst. Um aber jetzt Ansteckungen zu vermeiden, empfiehlt die AOK, sich öfters die Hände zu waschen und zu desinfizieren sowie Türknöpfe und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln zu meiden.

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