Grenzenloses Lernen in Sachen Integration

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Enzkreis (pm). „Aktiv, interessant, Spaß“ – mit diesen Wörtern beschrieben die Teilnehmer ihre Eindrücke nach einem einwöchigen internationalen Workshop zur Integration von Flüchtlingen. Im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten EU-Projekts „INTED“ waren Fachleute aus Schweden, Italien, Kroatien und Österreich zu Gast im Enzkreis. Von deutscher Seite nahmen Sozialarbeiter, Ehrenamtliche und Flüchtlingskoordinatoren am Seminar teil. INTED steht für Integration through Education, also etwa „Integration durch Bildung“. „Es ist wichtig, über den Tellerrand zu schauen“, meint Vivien Gooth vom Verein Miteinanderleben, zuständig für einen Teil der Sozialbetreuung von Flüchtlingen im Enzkreis. Dem schließt sich Elisabetta Zen aus San Polo/Italien an: „Ich habe viel dazugelernt“, sagt sie.

Die Organisatoren stellten für den Auftakt des Projekts – drei weitere Trainingseinheiten werden bis Mitte 2018 folgen – die eigenen Erfahrungen und die kulturellen Unterschiede in den Mittelpunkt. „Nur wenn wir wissen, wer wir selbst sind, wie wir ticken und was unsere Kultur ausmacht, können wir sie anderen nahebringen“, ist Regina Ehrismann überzeugt, die ein „interkulturelles Training“ leitete. „Wir neigen dazu, sofort zu interpretieren und unser Wertesystem anzulegen, wenn wir etwas nicht verstehen“, lautete das Fazit der Gruppe. Richtiger wäre es, nachzufragen. Auch in einem weiteren Bereich ist das Wissen um den kulturellen Hintergrund notwendig: Nicht wenige Flüchtlinge seien traumatisiert, berichtete der Psychologe Thomas Gustorff.

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