„Gravierende Wohnungsnot“
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Der Wiernsheimer Rathauschef Karlheinz Oehler sieht die Planungen für ein mögliches Neubaugebiet als „Angebot an unsere Bürger“. Er weist erneut auf die Tatsache hin, dass eine innerörtliche Verdichtung angesichts mangelnden Verkaufsinteresses schwierig sei.
Wiernsheim. Kommt das Neubaugebiet „Mühlackerstraße“ in Wiernsheim oder nicht? Nachdem die Gegner am Wochenende mit einer Traktor-Demo für eine Ablehnung geworben haben, verweist Bürgermeister Karlheinz Oehler nach Studium der Presseberichte auf die Wohnungsnot in der Gemeinde – und auf leerstehende Bauplätze, die zum Teil auch Gegnern des Vorhabens gehörten.
„Natürlich sind Plätze da“, stimmt Oehler dem Hinweis der Demonstranten zu, dass eine Versiegelung von noch mehr Fläche nicht unbedingt nötig sei. Insgesamt wären es sogar mehr Bauplätze, als das 2,4 Hektar große Gebiet überhaupt hervorbringen könnte: 70 an der Zahl. „Aber diese Plätze stehen der jungen Bevölkerung halt nicht zur Verfügung“, bedauert Oehler. Unlängst habe er bei den Besitzern angefragt, ob sie ihre Plätze an Interessenten verkaufen würden. Ergebnis: Nicht einer habe das zumindest in Aussicht gestellt. „Einige wollen ihn selbst nutzen, andere für die Enkel aufheben.“ Das sei ihr gutes Recht, so Oehler, ändere aber eben nichts an der „gravierenden Wohnungsnot in Wiernsheim, die wir eindämmen wollen“ – und das gehe dann eben nur über das Neubaugebiet „Mühlackerstraße“.
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