„Graccident ist nicht auszuschließen“
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Der EU-Ausschussvorsitzende Gunther Krichbaum sieht in einer möglichen „ungeordneten Insolvenz“ Griechenlands eine große Gefahr
Gunther Krichbaum ist als Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag derzeit ein gefragter Gesprächspartner. Der 51-Jährige fordert von der griechischen Regierung einen radikalen Politikwechsel. Nur so lasse sich die drohende Pleite des Staats vermeiden.
Werden die Griechen der Gemeinschaftswährung oder gar der EU den Rücken kehren? Gunther Krichbaum will das unbedingt vermeiden, sieht jedoch die Regierung in Athen am Zug.
Berlin/Mühlacker. Die Zeit drängt. Ende Juni laufe die Frist, innerhalb derer die griechische Regierung das Ruder noch herumreißen könne, ab. Der IWF wolle bis dahin Geld sehen („knapp über eine Milliarde Euro“), und das zweite Hilfspaket der EU laufe zeitgleich aus. Das betont Gunther Krichbaum in diesen Tagen immer wieder. In Interviews mit dem Nachrichtenmagazin Fokus, dem Deutschlandfunk und unserer Zeitung warnt der Abgeordnete vor einer „ungeordneten Insolvenz“ Griechenlands. Diese könne die Sicherheitslage in dem Land „extrem gefährden.“ Niemand wolle den „Grexit“, doch er könne den „Graccident“ aufgrund des „Unvermögens dieser linksradikalen Regierung“ unter Führung des Ministerpräsidenten Alexis Tsipras inzwischen nicht mehr ausschließen, so Krichbaum.
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