Grab des Pfarrers muss weichen
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Gemeinderat ist sich einig: Der Stein kann an anderer Stelle zum Gedenken erhalten bleiben
Wiernsheim-Iptingen. Fünfzehn Minuten hat es gedauert, um der Ewigkeit ein Ende zu setzen: Einstimmig hat der Wiernsheimer Gemeinderat am Mittwochabend beschlossen, das Grab des ehemaligen Iptinger Pfarrers Paul Wilhelm Elsenhans in spätestens fünf Jahren aufzulösen. Um den Pfarrer, der rund zehn Jahre lang bis 1903 in Iptingen seinen Dienst tat, weiterhin zu ehren, schlug Ludwig Gille (UL) vor, den Grabstein zu erhalten und in der Nähe der Friedhofsmauer zu platzieren. Einen ähnlichen Weg seien auch schon die Waldenserfreunde in Serres gegangen. Dafür brauche es die Zustimmung der Angehörigen, die an vorderster Stelle Anspruch auf den Stein erheben könnten, wie Achim Stuible (UL) ins Gedächtnis rief.
Grab des Iptinger Pfarrers Elsenhans. Foto: Deeg
Die Enkel des Verstorbenen waren es, die die Debatte um das Grab erst ins Rollen brachten (wir berichteten). Sie hatten sich an Bürgermeister Karlheinz Oehler gewandt, da das Grab des 1904 verstorbenen Pfarrers im Jahr 1956 der Familie geschenkt und der Erhalt zugesichert wurde, solange der Friedhof bestehe. Gründe dafür wurden in der damaligen Gemeinderatssitzung nicht festgehalten. Nun sind die Nachfahren selbst schon über 80 Jahre alt und nicht mehr imstande, das Grab zu pflegen. Eine Grabplatte, wie es sich die Angehörigen gewünscht hätte, ist auf dem Iptinger Friedhof nicht gestattet. „Da mache ich keine Ausnahme“, so Bürgermeister Karlheinz Oehler. Dem Rathauschef ist wichtig, dass der natürliche Zersetzungsprozess, für den Regenwasser notwendig ist, nicht durch Grabplatten beeinträchtigt wird.
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