Gottesdienst steht im Zeichen der Musik

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Illinger Kirchenchor, Solisten und Instrumentalisten führen die Lukaspassion von Telemann auf

Illingen. Zum zwölften Mal lud gestern die evangelische Kirchengemeinde von Illingen zu einem Karfreitags-Gottesdienst ein, der ganz im Zeichen der Musik stand. Unter der Leitung von Siegfried Mangold führte der Kirchenchor gemeinsam mit Solisten und Instrumentalisten vor mehr als 300 Zuhörern die Lukaspassion (1748) von Georg Philipp Telemann auf.

Die Lukaspassion von Georg Philipp Telemann aus dem Jahre 1748 führt der Illinger Kirchenchor mit Solisten und Instrumentalisten auf. Foto: Stahlfeld

Die Lukaspassion von Georg Philipp Telemann aus dem Jahre 1748 führt der Illinger Kirchenchor mit Solisten und Instrumentalisten auf. Foto: Stahlfeld

Chorleiter Mangold hat es sich längst zur Aufgabe gemacht, die Kirchenbesucher an Karfreitag vor allem mit weniger bekannten Werken der Passionsmusik mit hinein in die bewegende Geschichte Jesu zu nehmen. In der voll besetzten Cyriakuskirche hörten die Besucher so ein Werk, das erst vor wenigen Jahren in einer Notenausgabe der Musikwelt zugänglich gemacht wurde. Auch der Text der Passion enthält etliche Besonderheiten, und schon eingangs wies Illingens Pfarrer Wolfgang Schlecht auf die Schwerpunkte des Lukas-Evangeliums hin. Denn alle vier Evangelisten setzten in ihren Geschichten über Jesus unterschiedliche Akzente, wie später auch die Komponisten. Ein Leitmotiv bei Lukas sei, wie der Pfarrer ausführte, die Heilsbedeutung Jesu. Im Vordergrund stehe das Bestreben, Verlorenen zu vergeben und sie zu retten. So gebe es nur bei Lukas die Geschichte vom verlorenen Sohn, und nur Lukas erzähle, wie Jesus für seine Peiniger um Gnade bitte.

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