Goldrausch: Theater inszeniert Spektakel
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Titanick-Aufführungen lassen 250 Jahre Goldstadt-Geschichte lebendig werden und ziehen die Massen in ihren Bann
Als ob die Schmuckschatulle von der Menge getragen wird: Auf einer Woge der Begeisterung bewegten sich am Wochenende zwei Titanick-Aufführungen durch Pforzheim und markierten einen Höhepunkt im Jubiläumsjahr „250 Jahre Goldstadt“. Das Publikum feierte die Dresdener Theatergruppe frenetisch.
Vor dem Bezirksamtsturm lassen Darsteller in goldenen Kostümen die Blütezeit der Pforzheimer Schmuckindustrie lebendig werden. Foto: Roth
Pforzheim. Eigentlich hätten die Theatermacher die Schmuckschatulle, das zentrale Bühnenobjekt der Goldrausch-Inszenierung, auch von der Zugmaschine abhängen können und von der Woge der Begeisterung durch die Stadt und den Schlossberg hinauf tragen lassen. Angesichts der Masse von Menschen, die bei der zweiten Titanick-Aufführung am Samstagabend das fürs Goldstadtjubiläum konzipierte Spektakel sehen wollten, bekamen viele zum ersten Mal eine Ahnung davon, dass Pforzheim über 120000 Einwohner haben muss, wobei natürlich auch einige Zuschauer von auswärts dabei waren. Ein Summen wie in einem Bienenstock – man konnte nur erahnen, wie schweißgebadet die Ordner kurz nach Mitternacht sein mussten, nachdem sie über zwei Stunden lang die Menge in Schach gehalten hatten. Besser: davor bewahrt haben, von den Lkw-Reifen zermalmt zu werden, mit denen die Schmuckschatulle und den golden glänzenden Darstellern darauf zu den historisch bedeutsamen Orten rollte.
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