Golddiebstahl gibt Rätsel auf

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Mitarbeiter einer Wimsheimer Firma soll Edelmetall im Wert von 52000 Euro unterschlagen haben

Maulbronn. „Keiner weiß, ob es der Angeklagte war, aber genauso ist keinem klar, wer es sonst gewesen sein soll.“ Mit diesem Fazit vertagte der Maulbronner Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner eine Gerichtsverhandlung am Dienstag, in der es um Diebstahl von Edelmetallen im Wert von insgesamt rund 52000 Euro in einer Wimsheimer Gold- und Silberscheideanstalt ging. In rund fünf Stunden wurden neben dem Angeklagten von acht Zeugen nur zwei gehört, diese aber ausgiebig. Viele Beweise gegen den Angeklagten wurden dabei nicht gefunden. „Ich habe es seit Jahren nicht mehr erlebt, dass so viel gefragt wurde“, entschuldigte sich Lindner bei den übrigen Zeugen, die vergeblich im Warteraum ausharren mussten.

Wie der 25 Jahre alte in Russland geborene Angeklagte berichtete, habe er im Mai in der Firma, die Edelmetall recycelt, zur Probe gearbeitet und sei zum 1. Juni eingestellt worden. Bis zum 20. November, als ihm wegen des Verdachts des Diebstahls gekündigt worden war, habe er Material abgewogen, sortiert und in drei Kisten gepackt: in eine das fertige Produkt oder das Material zur Weiterverarbeitung, in die nächste den wertvollen Edelmetallabfall, der eingelagert und später wiederverwendet werde, und in die dritte das Scheidgut. Bei Letzterem handelt es sich um edelmetallhaltige Rückstände, die beim Schmelzen entstehen. An solchen soll sich der Mann zu schaffen gemacht haben.

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