Globalisierung ist keine abstrakte Größe

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Der Vizepräsident der Hochschule Reutlingen, Gerhard Gruhler, warnt als Vortragsredner in Großglattbach vor den Folgen

Mühlacker-Grossglattbach. Man mag es auf den ersten Blick nicht vermuten, doch auch am beschaulichen Mühlacker Stadtteil Großglattbach geht der weltweite Trend nicht spurlos vorbei. „Arbeiten im Zeitalter der Globalisierung“ lautete das Thema des 39. Großglattbacher Männervespers, und Professor Dr. Gerhard Gruhler, Vizepräsident der Hochschule Reutlingen, führte den rund 70 Besuchern im Gemeindehaus vor Augen, dass das Phänomen jeden betrifft: „Der Globalisierungswettbewerb findet überall statt.“

Globalisierung ist keine abstrakte Größe

Referent Gerhard Gruhler. Foto: Bischoff-Krappel

Der Referent nannte konkrete Beispiele. „Auch Sie kaufen T-Shirts, die in Bangladesch hergestellt sind oder Elektronikartikel aus China, weil sie billiger sind als deutsche Ware.“ Und selbst wenn auf einem Hemd „Made in Germany“ stehe, so Gruhler, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es im Ausland genäht worden sei. „Unsere Finanzsysteme sind mittlerweile weltweit so verwoben, dass eine Bankenkrise oder die Verschuldung einzelner Staaten unmittelbar auch in andere Länder exportiert wird“, beschrieb er eine Gefahr, und ein enormer Druck auf deutsche Unternehmen entstehe durch Länder mit boomender Wirtschaftskraft wie China. „Dort herrscht eine Hightech-Strategie und, was die Wirtschaft betrifft, Kapitalismus pur. Innovationen werden in China zügig umgesetzt. Dieses Vorgehen wird gestützt von einem zentralistisch gelenkten Politiksystem, das bei Bedarf Menschen gnadenlos umsiedelt und Umweltaspekten keinen hohen Stellenwert einräumt.“

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