Glemsers Meisterschüler brillieren

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Gemeinsam mit zwei weiteren Professoren gibt Maulbronns „Artist in Residence“ Unterricht

Maulbronn. Maulbronns „Artist in Residence“ Bernd Glemser gehört zu den Persönlichkeiten, die das Musikleben der Klosterstadt prägen. Nicht nur als weltbekannter Pianist, sondern auch durch seine Meisterkurse, zu denen er junge begabte Schüler und Musikstudenten nach Maulbronn einlädt und ihnen eine höchstqualifizierte Fortbildung bietet. Nicht nur das Klavier steht im Mittelpunkt, sondern Glemser lädt nun jedes Jahr noch zwei weitere Dozenten ein, die an den fünf Tagen andere Fächer unterrichten. Dieses Mal waren es Professor Nimrod Guez (Viola) und Professor Niklas Eppinger (Violoncello). Alle drei unterrichten auch an der Würzburger Musikhochschule und bildeten nun in Maulbronn ein äußerst erfolgreiches Trio, wie die glanzvollen Darbietungen ihrer Schüler beim Abschusskonzert am Donnerstag zeigten. Neben fünf passiven Teilnehmern, die sich durch Zuhören und Beobachten weiterbilden wollten, hatten sich 15 aktive Schüler und Musikstudenten für Theorie und Praxis entschieden. Am Ende wurden zehn von ihnen ausgewählt und durften als Solisten beim Finale auftreten. Rund 200 Besucher ließen sich dieses abwechslungsreiche und hochkarätige Konzert nicht entgehen.

Glemsers Meisterschüler brillieren

Eine Urkunde, auf der Bühne überreicht von den drei Professoren, bestätigt die erfolgreiche Teilnahme am Meisterkurs, den Bernd Glemser auch dieses Jahr in Maulbronn anbot. Foto: Filitz

Gegen die Übermacht von acht Solistinnen wussten sich Pianist Josef Huber und Violaspieler Anton Urvalov durchaus zu behaupten. Mit der dreisätzigen „Sonatine pour piano“ von Maurice Ravel (1875-1937) eröffnete Huber den Abend. Sein Spiel gefiel sehr, doch auch über ein kleines Lächeln von ihm hätten sich die Zuhörer gefreut. Die Suite Nr. 3 C-Dur, BWV 1009 von J. S. Bach (1685-1750) trug sehr sicher und ausdrucksvoll die Jüngste der Probanden, Céline Eberhardt, an der Viola vor. Es folgten Werke von zehn Komponisten aus dem europäischen Musikschaffen über drei Jahrhunderte von Bach bis Bela Bartok (1881-1945), was dem Abend einen besonderen Reiz verlieh. Gespannt lauschten die Zuhörer und waren begeistert, von dem, was ihnen geboten wurde. Außer Huber und Eberhard waren noch Lena Schlauderer und Anton Urvalov an der Viola, Alicja Oktabska aus Krakau, Stefanie Schopf, Jinju Oh aus Seoul und Clara Siegle am Klavier und ebenfalls aus Seoul Jungin Huh und Seunghuy Yang am Violoncello zu hören. Andreas Kersten, ein erfahrener Kammermusikbegleiter, erfreute wiederholt im harmonischen Zusammenspiel bei Darbietungen mit Viola und Violoncello. Die im Begleitheft geschilderten Laufbahnen der jungen Musiker lesen sich wie ein „Who is Who“ der nationalen und internationalen Wettbewerbe, in denen dies Meisterschüler bereits brilliert haben.

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