„Glaube ist nicht peinlich“

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Annette Luig ist Laienpredigerin: Gemeinsam mit 16 anderen Prädikanten springt sie ein, wenn Pfarrer verhindert sind

Ohne sie ginge nichts in so manchem Kirchenbezirk: Prädikanten leisten einen wichtigen Dienst. Sie springen als Laienprediger ein, wenn aufgrund von Vakaturen, Krankheit oder Urlaub von Pfarrern die sonntägliche Gottesdienstversorgung nicht gewährleistet ist.

„Glaube ist nicht peinlich“

Annette Luig ist seit rund elf Jahren Prädikantin in Mühlacker. Foto: Bischoff-Krappel

Mühlacker. Im Kirchenbezirk Mühlacker gibt es derzeit 17 Prädikanten, unter ihnen sieben Frauen. Eine von ihnen ist Annette Luig, die neben ihrem Ehrenamt als Vorsitzende des Kirchengemeinderates der Paulus-Gemeinde seit rund elf Jahren auch als Prädikantin eingesetzt ist. Zudem ist sie Bezirksprädikantensprecherin im Kirchenbezirk Mühlacker. „Ich wurde von der damaligen Prädikantenpfarrerin Katrin Schipprack-Tröndle angesprochen, ob das Amt des Prädikanten nichts für mich wäre“, erzählt Annette Luig. Lange sei sie mit diesem Gedanken umgegangen und habe sich gefragt, ob sie den Anforderungen überhaupt gewachsen sei. „Doch dann habe ich mich entschieden, es einfach mal zu probieren“, so die Kirchengemeinderätin. Die Entscheidung hat Luig nie bereut: „Die Ausbildung war schon damals hervorragend organisiert“, berichtet die 46-Jährige, die als Versicherungsfachwirtin in Stuttgart arbeitet. „Ich habe mich sofort willkommen gefühlt und es war gut zu sehen, dass jeder zu Beginn mit einer gewissen Unsicherheit zu kämpfen hatte.“ Wichtig seien vor allem die vielen praktischen Hilfestellungen während der Ausbildung gewesen. Bis heute besucht Luig jährlich Aufbaukurse und ist auch selbst in der Ausbildung von Prädikanten aktiv.

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