Gewissheit in unsicheren Zeiten

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Gedanken zu Silvester von Diakon Michael Gutekunst, Mühlacker

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass er an der Schwelle in das neue Jahr Bilanz zieht, zurückblickt und ausschaut. Die Zukunft ungewiss, was war, unveränderbar – so könnte es eine bange Bilanz werden.

Michael Gutekunst.

Michael Gutekunst.

In seiner Zelle sitzend, Angst im Herzen um Freunde und Familie, bringt Dietrich Bonhoeffer „ein paar Verse, die mir in den letzten Abenden einfielen“ an seine Verlobte am 19. Dezember 1944, das neue Jahr im Blick, als „Weihnachtsgruß für Dich und die Eltern und Geschwister“ zu Papier, von denen die erste und die letzte Strophe „Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr“ lauten. Da ist Gewissheit in unsicheren Zeiten, die Mut macht auf die Zukunft hin. Bonhoeffer zieht keine Bilanz, sondern hofft und rechnet mit Gott.

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