Gewerkschaft fordert Aus für Werkverträge

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Enzkreis (pm). Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert laut einer Mitteilung die Bundestagsabgeordneten der Region auf, in Berlin für das geplante Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zu stimmen. Corona-Ausbrüche in mehreren Fleischunternehmen hätten gezeigt, wohin die Missstände führen könnten.

„Für die überwiegend osteuropäischen Beschäftigten in Subunternehmen sind extreme Arbeitsbelastung, Lohn-Prellerei und Unterbringung in abrissreifen Wohnungen seit Jahren an der Tagesordnung“, wird Elwis Capece, Geschäftsführer der NGG-Region Mittelbaden-Nordschwarzwald, zitiert. Nach dem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums sollen bis April 2021 Werkverträge und Leiharbeit in Fleischbetrieben mit mehr als 49 Personen verboten werden. Das geplante Arbeitsschutzkontrollgesetz könne, so Capece, die Fleischbranche stärken. Mit Hilfe des neuen Gesetzes müssten die Stammbelegschaften deutscher Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe wieder aufgebaut und die Mitbestimmung gestärkt werden. Unternehmen dürften nicht versuchen, das Gesetz durch neu gegründete Tochtergesellschaften oder andere Schlupflöcher zu umgehen, so der Gewerkschafter: „Vom Schlachten bis zum Verpacken – alle Arbeitsschritte in der Fleischproduktion müssen von Beschäftigten erledigt werden, die direkt beim Unternehmen angestellt sind.“ Das geplante Gesetz sei der erste Schritt. Den zweiten Schritt stelle aus Sicht Capeces ein Tarifvertrag in den rund 7700 Unternehmen der Branche dar, der Löhne und Arbeitsbedingungen absichere, wird dieser zitiert.

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