Gewerkschaft NGG beklagt Preisschlacht
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Enzkreis (pm). 78 Sattelschlepper voll mit Schokolade: So groß ist nach einer Berechnung der Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten NGG der Hunger auf Süßes im Enzkreis pro Jahr. 1870 Tonnen Schokolade hätten hier die Verbraucher rein statistisch genossen, das entspreche gut 9,5 Kilo pro Kopf. Beim Käse waren es 4800 Tonnen oder 24,5 Kilo pro Einwohner, und beim Bier wurden 204000 Hektoliter getrunken (104 Liter pro Kopf).
Schokolade, Käse und Bier seien nur drei Beispiele, die zeigten, welche Bedeutung die Lebensmittelindustrie und das Lebensmittelhandwerk hätten, heißt es in einer Mitteilung der NGG-Region Mittelbaden-Nordschwarzwald. Rund 1830 Arbeitsplätze hingen im Enzkreis an der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, bezieht sich die Gewerkschaft auf Zahlen der Arbeitsagentur. Eine Voraussetzung für gutes Essen und Trinken sei jedoch, so Gewerkschafter Elwis Capece, dass dieses fair produziert werde; angefangen vom Anbau der Zutaten bis hin zu den Arbeitsbedingungen in der Verarbeitung. Dies bedeute auch, dass Unternehmen Tarifverträge einhielten und sich an der Berufsausbildung beteiligten. Mit Sorge sehe die NGG, die auch an die Verbraucher appelliert, den „Trend zur Verramschung“: Gerade bei Getränken, Fleisch und Süßwaren gebe es regelrechte Rabatt-Schlachten in den Supermärkten. Damit würden Lebensmittel oft weit unter Wert verkauft.
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