Gewalt und Flucht schlagen Wunden in die Seele

Archiv

Afghanin berichtet von Misshandlungen durch ihren Ehemann – Angeklagter soll sie mit dem Tod bedroht haben

Maulbronn. Mit 13 Jahren in Afghanistan zwangsverheiratet, Gewalterfahrungen mit dem Ehemann, die in einer Trennung münden. Dann tritt ein weiterer Mann in ihr Leben, die Familie flüchtet über den Iran nach Deutschland – aber für die inzwischen 31-jährige Frau und Mutter von drei Kindern bleibt Gewalt weiterhin ein Thema. Eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie bescheinigte 2015 der Afghanin eine posttraumatische Belastungsstörung und eine schwere depressive Episode, bei der nicht nur die Erlebnisse auf der Flucht eine Rolle gespielt haben sollen, sondern auch Gewalterfahrungen im Iran mit der Familie des zweiten Ehemanns. Dieser saß gestern auf der Anklagebank im Maulbronner Amtsgericht. Gefährliche Körperverletzung und Bedrohung warf Bernhard Martin als Vertreter der Staatsanwaltschaft dem Asylbewerber vor, der mehrfach seine Kinder geschlagen und am 22. Mai 2016 seine Frau mit einem Stock verprügelt haben soll. Außerdem soll er sie mit dem Tod bedroht haben, wenn sie sich von ihm scheiden lasse.

Genutzt hat ihm alles nichts: Nach mehreren Aufenthalten in Frauenhäusern hat das mutmaßliche Opfer offensichtlich mit ihrem Ehemann abgeschlossen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen