Gericht wertet SMS-Protokolle und Navi-Daten aus
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Beim Prozess gegen ein mutmaßliches Einbrecherduo ist Geduld gefragt
Pforzheim/Enzkreis. Wie viele Puzzleteile sich in den Ermittlungen der Polizei verstecken, obwohl einer der Täter auf frischer Tat ertappt worden war, zeigte jetzt die Fortsetzung des Prozesses gegen eine Einbrecherbande, die Anfang 2014 Bürgern in Pforzheim, dem Enzkreis und bis nach Ludwigsburg übel mitspielte. Im März schnappte die Polizei einen Georgier (26) nach einem Einbruch in Pforzheim. Bei der Durchsuchung der Wohnung, in welcher der Dieb mit einem weiteren Landsmann lebte, entdeckten die Beamten über 1600 Diebesstücke. Der 36-jährige Wohnungsinhaber als mutmaßliches Bandenmitglied und der geschnappte Täter wanderten in Untersuchungshaft, ein weiterer Einbrecher flüchtete nach Georgien.
Am gestrigen Verhandlungstag beschäftigte sich die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichtes Karlsruhe unter Vorsitz von Richter Andreas Heidrich unter anderem mit fünf Quittungen aus einem Pforzheimer Pfandhaus, die belegen, dass der 36-jährige Russlanddeutsche hier Wertgegenstände verkauft hat, die möglicherweise aus Einbrüchen stammen. Darüber hinaus beschäftigte sich das Gericht am gestrigen Verhandlungstag mit Adressbüchern, Telefon- und SMS-Protokollen, die aus einem Mobiltelefon ausgelesen wurden, sowie den gespeicherten Routen aus einem Navigationsgerät, das seine Benutzer unter anderem nach Vaihingen/Enz, Karlsruhe und Esslingen geführt hat.
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