Gericht lässt Vorwurf des versuchten Mordes fallen
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Strafe bietet Brandstifterin auch eine Chance auf ein besseres Leben. Alkoholikerin muss in Haft und bekommt eine Therapie.
Karlsruhe/Pforzheim. Für die 31-Jährige, die am 1. September 2019 in Pforzheim ihre Wohnung in einem Mehrfamilienhaus angezündet hatte, nahm der Prozess vor dem Schwurgericht in Karlsruhe am Donnerstag ein gutes Ende. Der Vorsitzende Richter Leonhard Schmidt „verdonnerte“ die Angeklagte mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und Unterbringung in einer Entziehungsklinik dazu, die Chance auf ein besseres Leben zu nutzen. Den Vorwurf des mehrfachen versuchten Mordes ließ das Gericht fallen.
Getrieben von über zwei Promille Alkohol im Blut und Trauer über den Verlust des Sorgerechtes, steckte die vierfache Mutter spätabends eine Gardine an und verbrannte die Fotos ihrer Kinder auf der Couch. Die Flammen griffen um sich, die Angeklagte verließ still das Haus, einen Notruf setzte sie nicht ab. Ihre direkte Nachbarin, eine 70-jährige Rentnerin, musste von der Feuerwehr gerettet werden. Eine Aktion in letzter Minute, dank der das Opfer gerade noch mit einer Rauchgasvergiftung davonkam. Der Sachschaden durch den Brand: rund 150000 Euro.
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