Gemeinsam die Trennung verarbeiten
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Sonja Engstfeld initiiert eine neue Selbsthilfegruppe – Auftakt ist am 6. Oktober in Pforzheim
Kämpfelbach/Enzkreis. „Das ist schon ein Schock.“ Nach 21 Ehejahren muss Sonja Engstfeld entdecken, dass ihr Mann fremdgeht. Sie zieht nicht nur die Konsequenzen, sondern auch aus den gemeinsamen Räumen aus. Das ist jetzt sieben Jahre her. Nach zwei Jahren Alleinsein lernt sie einen Mann kennen, von dem sie glaubt, dass er der Richtige ist – und muss nach fünf Jahren Beziehung nun abermals erleben, wie sie von einem Tag auf den anderen im Beziehungs-Aus landet. „Wir passen nicht zusammen“, lautete seine Begründung. Schock Nummer zwei.
Sonja Engstfeld.
Der liegt gerade mal vier Monate zurück. Die heute 62-jährige Kämpfelbacherin geht offen auf andere zu und mit ihren Problemen um. Sie weiß, dass man sich nicht nur allein (gelassen) fühlt, sondern sich auch noch das Gehirn zermartert. Mit Fragen wie diesen: Was stimmt nicht mit mir? Bin ich so schrecklich? Sonja Engstfeld weiß aber auch, dass es ein Trost sein kann, sich mit Menschen auszutauschen, die ebenfalls erlebt haben, wie „eine Welt zusammenbricht“, sprich: Die eine schmerzhafte Trennung hinter sich haben. Als sie vor Monaten bei Renate Poignée per E-Mail anfragt, ob es bei „KISS“, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe/Selbsthilfegruppen des Enzkreises, ein Angebot gibt, das sich mit dem Thema befasst, bekommt sie zur Antwort: Noch nicht, aber das kann sich ja ändern.
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