Gemeinnutz?
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Zum Bankomaten in Schmie:
Der einzige Bankomat in Schmie wird abgebaut, weil der Hausbesitzer Eigenbedarf hat. Was stattdessen kommt, um die Kunden des Bankinstituts mit Geldmitteln zu versorgen, führte zu spontanen Reaktionen – nicht so schlimm –, die hinterfragt werden sollten. Aus 24 Stunden Betriebsbereitschaft werden dann sechs Stunden, wie im Dorflädle üblich, denn dort soll ein zweites EC-Terminal installiert werden. Der kritische Genosse, so werden im Bankinstitut die Mitglieder, Aktionäre genannt, fühlt sich düpiert, denn sein Institut schmückt sich mit wohlklingenden Attributen wie Volk- und Gemeinnutz, frönt aber eiskaltem Rentabilitätsdenken: Man vernimmt schlappe 2000 Bewegungen im Jahr, 20000 sollten es sein, wenn ein Bankomat sich lohnt. Wenn er nur noch weniger als ein Viertel der bisherigen Zeit zur Verfügung steht und dann nur vormittags, werden es noch weniger Bewegungen.
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