Geld soll nicht in den Sand gesetzt werden

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Holperplatz-Debatte in Wiernsheim geht in die Verlängerung: Der Kunstrasen ist kaputt. Bürgermeister Oehler schlägt eine Notlösung mit Quarzsand vor, findet im Gemeinderat aber nicht genug Mitspieler für seine Idee. Jetzt wird der Boden erst einmal untersucht.

Wiernsheim. „Ich bin mit mir im Unreinen und unsicher“, legte Bürgermeister Karlheinz Oehler am Mittwoch im Wiernsheimer Gemeinderat ein bemerkenswertes Geständnis ab. Eigentlich müsse er den Wiernsheimer Kunstrasenplatz sperren. „Er ist nicht bespielbar. Die Verletzungsgefahr dort ist viel zu hoch.“ Aber eine Sperrung will natürlich keiner – lieber ein maroder Sportplatz als gar kein Sportplatz. Also hat Rathauschef Oehler nach einer Lösung gesucht.

Geld soll nicht in den Sand gesetzt werden

In schlechter Verfassung ist der Kunstrasenplatz des TSV Wiernsheim. Die Gemeinde sucht nach einer Lösung für das Problem. Foto: Fotomoment

Eine Totalsanierung kommt seiner Meinung nach nicht infrage. Sie würde eine Million Euro kosten. „Haben wir eine Million?“, spielte Oehler den Ball rhetorisch weiter an seinen Kämmerer Matthias Enz, der diesen Flachpass nur mit einem Kopfschütteln beantwortete. Schöner Spielzug vom Bürgermeister, aber durchsichtig. Eine Million kann die Gemeinde, selbst wenn sie wollte, nicht aus dem Trikotärmel schütteln. Also holte Bürgermeister Oehler Plan B ans Tageslicht. Das verklebte Granulat in dem Kunstrasenplatz, das vor allem in den beiden Torräumen fette Klumpen bildet, soll von einer Spezialfirma aus dem Rasen gekehrt und durch Quarzsand ersetzt werden. Komplett ausgetauscht werden soll nur der Kunstrasenplatz in den beiden Torräumen und an den Elfmeterpunkten. Hier komme die Gemeinde dann mit 45000 Euro davon.

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