Gekommen, um zu bleiben?
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Die Rückkehr des Wolfs in die Region spaltet die Gemüter – Experten berichten von weiteren Sichtungen
1847 wurde der zweitletzte Wolf Württembergs bei Sachsenheim erlegt. „Der letzte Wolf wurde 1865 im Landkreis Heilbronn getötet“, sagt der auch für den Enzkreis zuständige Wolfsbotschafter und Grünen-Landtagsabgeordnete Markus Rösler. Jetzt, mehr als 120 Jahre später, ist das Tier wieder da.
Bis jetzt hat sich nur ein Einzeltier in der Gegend sehen lassen. Experten halten es aber nicht für ausgeschlossen, dass sich irgendwann ein Rudel niederlassen könnte. Foto: Lechner
Enzkreis. Oder zumindest war er es. Wo der Wolf, der nach den Untersuchungen der Freiburger Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt bei Wiernsheim ein Reh gerissen hat, inzwischen ist, weiß nämlich niemand. Allerdings wurde er in den letzten Wochen wohl mehrmals gesichtet. „Am letzten Januarsamstag hat mich ein Bekannter angerufen und mir erzählt, dass er bei Lomersheim einen Wolf gesehen hat“, berichtet der Geschäftsführer des Enzkreis-Landschaftserhaltungsverbands (LEV), Thomas Köberle. Für den Biologen und engagierten Naturschützer eine vertrauenswürdige Aussage. Und auch der Wiernsheimer Jagdpächter Franz Bröhl, in dessen Nachbarrevier der Wolf nachgewiesen wurde, hat Interessantes zu berichten. „Ich höre schon seit Wochen immer mal wieder von verschiedenen Jagdkollegen aus dem Enzkreis, dass sie einen Wolf gesehen hätten“, berichtet der Jäger. Obwohl bisher nur ein einziges gerissenes Reh gefunden wurde, hält es Bröhl nicht für unmöglich, dass sich das Tier noch in der Region aufhält. „Wenn der Wolf seine Beute irgendwo ins Unterholz schleppt, wird es meist gar nicht entdeckt“, meint er.
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