Geheimnisvolle Botschaften in Stein
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Führung entschlüsselt die rätselhafte Zeichenwelt der Steinmetze
Maulbronn. Rund 30 Besucher haben im Maulbronner Kloster eine spannende Entdeckungsreise unternommen. Im Mittelpunkt des Rundgangs standen geheimnisvolle Zeichen, die Kunstwissenschaftlerin Nina Kraus bei ihrer Führung „In Stein gehauene Geschichte(n)“ entschlüsselte.
Die Steinmetze haben dem Welterbe ihren Stempel aufgedrückt. In der ansonsten strengen Architektur des Zisterzienserklosters verbergen sich zahlreiche ungewöhnliche Symbole, Ornamente und Details. Kröten, Adler, Dämonen und Totenschädel finden sich an Wänden, Säulen, Giebeln und Kopfsteinen. Was sie bedeuten, warum sie angebracht wurden, und wie viel Arbeit die kunstfertigen Steinmetze in ihre Werke investierten, erklärte Kraus den Besuchern. Sie führte die Gruppe vom Startpunkt der Tour, dem Eingangstor, bis in die klammen Keller der Klosterkirche. „Auf der Stiftungstafel des Klosters ist zu sehen, wie Mönche aus Hagenau das Kloster errichten“, erklärte Kraus. Wahrscheinlich haben in Wirklichkeit jedoch nur wenige von ihnen selbst Hand angelegt. Laienbrüder und angeworbene Handwerker stemmten die Hauptlast beim Bau der Abtei, die von der UNESCO 1993 zum Welterbe ernannt wurde.
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