Gefängnis statt Drogenhandel
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Gericht verurteilt Dealer-Bande zu langjährigen Haftstrafen
Pforzheim. Mit Freiheitsstrafen zwischen fünf Jahren und drei Jahren und drei Monaten sowie einer Bewährungsstrafe von 23 Monaten endete der Prozess vor der Auswärtigen Großen Strafkammer gegen fünf Angeklagte aus osteuropäischen Ländern wegen bandenmäßigen Handels mit Heroin und Kokain.
Recht straff organisiert war der „Familienverband“, wie Verteidigerin Susanne Burkhardt die Angeklagten nannte, die Staatsanwalt Marco Mayer im Plädoyer als „Bande“ tituliert hatte. An oberster Stelle stand der 44-jährige Dragan (Namen der Angeklagten geändert), der die versteckten Erddepots im Wald kannte und den anderen sagte, was sie zu tun hatten. Unter ihm stand Stevo, 35, der Organisator, unter diesem dann die Straßenhändler, wie Jarno, 41, und seine 35 Jahre alte Freundin Krysta. Sie „schrubbten die Straße“, wie Jarno einmal bitter bemerkte, und trugen auch das größte Risiko. Zusammen mit anderen Straßenhändlern verdienten sie das wenigste. Dragans Frau Vera, 40, war in den Drogenhandel nicht eingebunden; sie sorgte auf Anweisung Dragans nur dafür, dass 10800 Euro ins Ausland an verschiedene Adressen überwiesen wurden. Sie wurde wegen Geldwäsche zur Bewährungsstrafe von den bereits erwähnten 23 Monaten verurteilt. Die drei Männer sind Cousins.
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