Geburtstagsfeier mit kritischen Stimmen
Archiv
Jugendring Enzkreis kommt ins Schwabenalter und feiert mit nachdenklichen Gratulanten
Enzkreis. „Hi zusammen, oberaffengeil, euch hier begrüßen zu können“, so heißt Jürgen Prchal die rund 80 Festgäste, darunter einige Jugendliche, willkommen, die dem Jugendring Enzkreis am Mittwochabend im Landratsamt zum 40. Geburtstag gratulieren. Damit verdeutlicht der zweite Vorsitzende des Vereins gleich zu Beginn: Der Jugendring sei jetzt zwar ins Schwabenalter gekommen, fühle sich aber nach wie vor jung, dynamisch und für die Zukunft gerüstet. „Dass nur wenige Monate zwischen Kreisreform und Jugendring-Gründung liegen, zeigt, wie zukunftsorientiert damals gedacht wurde“, gratuliert Landrat Karl Röckinger, der sich noch an die Gründungsversammlung, an der er als damaliger Vorsitzender des Stadtjugendrings Mühlacker selbst teilgenommen hatte, erinnert. Jugendarbeit sei heute so nötig wie vor 40 Jahren. Wie sieht die Zukunft der Jugendarbeit aus? Dieser Frage geht Nanine Delmas bei einer Podiumsdiskussion nach. Thomas Schmidt, Bildungsreferent des Landjugendrings, sieht die Aufgabe darin, vorhandene Strukturen von Vereinen und Verbänden zu stärken, damit sich die Jugendlichen mit ihrer Gemeinde identifizieren können. „Wir haben sehr lange Zeit verpasst, die Integration richtig zu definieren. Viele Jugendliche glauben nicht daran, dass sie willkommen sind“, muss Hasan Özer von der muslimischen Gemeinde Mühlacker feststellen. Elena Schwegler vom Pforzheimer Integrationsverein „miteinanderleben“ hat herausgefunden: „Jugendliche brauchen Zeit und müssen wieder anfangen, an ihre Stärken zu glauben.“
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen