„Gebieter“ rächt sich auf sadistische Art
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34-Jähriger quält aus nichtigem Anlass seinen Bekannten – Anklage lautet auf räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung
Ein auf ungeklärte Ursache ums Leben gekommenes Kaninchen und zwei zu teuer verkaufte Tabletten haben im Oktober zu einer sadistischen Racheaktion eines 34-Jährigen geführt. In Pforzheim wird ihm nun der Prozess gemacht.
Pforzheim (weg). Das 28 Jahre alte Opfer landete für mehrere Tage stationär im Krankenhaus und musste operiert werden. Wegen räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung müssen sich seit Montag zwei Männer vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Andreas Heidrich verantworten, der bereits erwähnte 34-Jährige und sein gleichaltriger Freund. Laut Anklage von Staatsanwältin Christine Roschinski stürmten die beiden Männer kurz vor Mitternacht in die Wohnung des Opfers. Das saß mit zwei Freunden biertrinkend vor dem Fernseher. Seine Freunde wurden barsch aus der Wohnung geschickt, der Gastgeber selbst kassierte gleich mal ein paar Faustschläge, weil er einem der zwei Angreifer für zwei speedartige Tabletten zwei Euro zu viel berechnet hatte. Das Opfer musste sein Handy rausrücken, seinen Computer mit allem Zubehör abbauen und den beiden übergeben. Außerdem sollte er 800 Euro Strafe zahlen, wurde ihm befohlen. Was das Opfer – arbeitslos wie die beiden anderen – nicht konnte. Also bekam er mehr Schläge ab, wobei seine Nase brach.
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