Gebäude-Detektiv geht auf Spurensuche
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Der Architekt Till Läpple wirft bei einer Sonderführung im Kloster Maulbronn einen Blick hinter die Fassade
Wer das Kloster Maulbronn besucht, wird auch nach dem x-ten Mal noch ein Aha-Erlebnis haben. So geht es auch den Fachleuten, die hinter die Fassade des Weltkulturerbes schauen, also den Menschen, die im Vorfeld einer Sanierung oder eines Umbaus wie der derzeitigen Erweiterung des Internats die große Lupe in die Hand nehmen.
Alte Zeichnungen zeigen: Hier stand früher ein Küchengebäude, das dem Laienrefektorium angegliedert war. Fotos: Roth
Maulbronn. Solch ein Mensch ist Till Läpple vom Stuttgarter Architekturbüro „strebewerk“. Um zu sehen, wie „heilig“ ein Bauteil sei, müsse man sich als Gebäude-Detektiv auf Spurensuche begeben, erzählt der Architekt bei einer Sonderführung am Sonntag. Um des Taschengeldes willen hat er sich nicht auf dieses gern angenommene „Event“ eingelassen. Er wolle vermitteln, was mit den etwa fünf Millionen Euro gemacht werde, die in Sanierung und Erhalt der Klosterkirche – die Gesamtkosten für die Klosterkirche, das Refektorium und das Seminar belaufen sich auf circa 20 Millionen Euro – gesteckt werden. Und wie sinnvoll und wichtig das sei. Und natürlich ist es bei Till Läpple nicht anders als bei anderen Entdeckern, vor allem jenen, die in 900 Jahren Baugeschichte herumstöbern: Der ausgebuddelte Knochen der Erkenntnis muss mit anderen geteilt werden.
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