GMD Abele unterstützt die Initiative Respekt

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IG Metall schließt sich Initiative gegen Rassismus und Diskriminierung an und holt in der Region Firmen mit ins Boot

Mühlacker (pm). Die IG Metall Pforzheim hat die Firma GMD Abele in Mühlacker besucht. Der Hersteller von Aluminiumdruckgussteilen für Automobilhersteller schloss sich die Groupe Mécanique Découpage (GMD) der Initiative „Respekt“ an, die von der IG Metall unterstützt wird. GMD-Geschäftsführer Jochen Lindner erklärt: „Wir als Unternehmen bekennen uns klar zum respektvollen Umgang miteinander. Respekt bringt uns zusammen.“ Als international aufgestelltes Unternehmen mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten aus aller Herren Länder respektiere man fremde Kulturen, ethnische Minderheiten und die Andersartigkeit. „Diese Vielschichtigkeit sehen wir vielmehr als Bereicherung, deshalb hat Rassismus bei uns keinen Platz,“ betonte Lindner. Für die Betriebsratsvorsitzende der Traditionsfirma, die vor drei Jahren von der französischen Unternehmensgruppe GMD übernommen wurde, ist es auch wichtig, dass der Respektgedanke sich nicht auf das Thema Rassismus beschränkt. Elisabeth Jäger dazu: „Uns geht es um den respektvollen Umgang miteinander.“ Bei GMD in Mühlacker arbeiten 180 Mitarbeiter aus 10 verschiedenen Nationen. Natürlich gebe es immer mal wieder Spannungen zwischen Mitarbeitern, sagt Jäger. Doch sei entscheidend, „wie man den anderen Menschen entgegentritt“. Die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ kommt ursprünglich aus dem Sport. Fälle von rassistischen Pöbeleien gegenüber ausländischen Spielern machten klar: In den Fußballstadien muss etwas passieren. Viele Sportler zeigten sich solidarisch und so zog die Idee für die Aktion „Kein Platz für Rassismus“ immer weitere Kreise. Aus dem Ansatz entwickelte sich drei Jahre später die bundesweite Aktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“, die von zwei Privatpersonen begründet wurde. Sichtbares Symbol ist ein Respekt-Schild, das für mehr Toleranz wirbt. Seit März 2011 hat die Initiative mit der IG Metall einen starken Partner an ihrer Seite. Die Gewerkschaft hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Möglichkeiten zu nutzen und die Botschaft von „Respekt“ in die Arbeitswelt zu tragen und die Idee so weiter zu verbreiten. Rassismus sei ein Thema, dass nicht nur im Fußballstadion oder an Stammtischen eine Rolle spiele, sondern auch in den Betrieben.

Ziehen für die gute Sache an einem Strang: Beschäftigte der IG Metall Pforzheim und Betriebsräte der Firma GMD Abele machen Werbung für „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

Ziehen für die gute Sache an einem Strang: Beschäftigte der IG Metall Pforzheim und Betriebsräte der Firma GMD Abele machen Werbung für „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Foto: privat

„Wegschauen ist die schlimmste Art der Respektlosigkeit“

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