Frust richtet sich gegen die Person

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Enzkreis. Das Blutbad mit fünf Toten in Karlsruhe wirft Fragen auf – auch jene nach der Sicherheit von Amtspersonen. Klingelt der Gerichtsvollzieher an der Tür, bedeutet das in aller Regel nichts Gutes, und im schlechtesten Fall reagieren die Klienten mit Wut und Hass. Angst hat Joachim Tschan dennoch keine: „Im Grunde hat dann jeder Mensch einen gefährlichen Job. Denn Spinner gibt es überall.“

Niemand freut sich über den Besuch: Der dramatische Fall von Karlsruhe rückt eine Berufsgruppe, die ansonsten auf Diskretion setzt, in den Blickpunkt des Interesses.

Niemand freut sich über den Besuch: Der dramatische Fall von Karlsruhe rückt eine Berufsgruppe, die ansonsten auf Diskretion setzt, in den Blickpunkt des Interesses.

Mühlacker, Enzberg, Lienzingen und weitere Gemeinden und Teilgemeinden gehören zu seinem Bezirk. Auf exakt 2320 Zwangsvollstreckungsaufträge brachte es der Gerichtsvollzieher Joachim Tschan im vergangenen Jahr, und das Verfahren ist Standard: Zahlt jemand seine Schulden nicht, wird der 52-Jährige als Zwangsvollstrecker von einem Gläubiger beauftragt, das Geld oder die eidesstattliche Versicherungsgebühr einzutreiben oder aber Dinge zu pfänden und Wohnungen zu räumen. Er komme dabei mit der „gesamten Bevölkerungsbreite“ in Kontakt, erzählt Joachim Tschan. „Ich wollte bewusst eine etwas andere Sparte der Justiz kennenlernen und habe die Entscheidung noch nicht bereut.“

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