Früher. Heute. 2015

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Stadtführung informiert über die alten und die neuen „Enzgärten“ in Mühlacker

Stadtführung Gartenschau

Was war früher, was wird morgen? Eine Führung im Wertle gibt Einblicke. Foto: Eier

Mühlacker. Enzgärten Mühlacker ? Was als Name für die kleine Gartenschau 2015 steht, ist im Grunde ein alter Hut. Gab es doch schon um 1900 dort, wo in drei Jahren die Besucher flanieren sollen, ausgedehnte Grünanlagen und sogar einen exotischen Ziergarten, angelegt vom damaligen Mühlen-Betreiber Bauer.
Gedankliche Brücken von der Vergangenheit über die heutige Großbaustelle bis zum Grünprojekt in drei Jahren hat am Freitagnachmittag eine spannende Exkursion in Mühlacker geschlagen. Für die Historie, die stark von der langen Mühlen-Geschichte geprägt ist, stand beim Rundgang der ehrenamtliche Stadtführer Manfred Rapp, während Bürgermeister Winfried Abicht und Gartenschau-Planerin Elke Ukas sozusagen die Zukunft verkörperten. An ausgewählten Punkten im und rund ums künftige Gartenschaugelände gab es für die knapp 50 Teilnehmer jeweils einen Überblick über die Geschichte des Standorts und gleichzeitig Informationen dazu, wie das Ganze im Jahr 2015 aussehen soll.
Die Historie soll bei den „Enzgärten Mühlacker“, wie die kleine Gartenschau offiziell betitelt ist, nicht außen vor bleiben. Zum Beispiel wird der „Lustgarten“ von Mühlen-Besitzer Bauer, wie Winfried Abicht versprach, im Gartenschau-Konzept wieder aufgegriffen.
Vorbilder für Gartenanlagen an gleicher Stelle gab es auch in anderer Form: Auf einer Insel zwischen Enz und Seitenarm beziehungsweise Mühlkanal wurde einst auf fruchtbarem Boden allerlei Gemüse angebaut. Nicht umsonst, so Abicht, sei hier die Gärtnerei Keefer angesiedelt gewesen.
Die Gartenschau wolle ebenfalls eine Verbindung schaffen zwischen dem städtischen Enzufer, wo ein „grünes Zimmer“ für die Bevölkerung entstehe, und dem eher dörflich geprägten Dürrmenz. Die Flusslandschaft werde – ohne den Hochwasserschutz zu schwächen – wieder stärker in den Fokus gerückt, erklärte Abicht anhand der Grafiken, die unter anderem ein Café am Enzufer zeigen. Im Gemeinderat sei in Bälde die Frage zu beantworten, ob eine mögliche Gastronomie nur im Sommer oder ganzjährig öffnen soll. Und auch andere Detailfragen – Wie soll das Gartenschaugelände 2015 abgeschrankt werden, ohne den Dürrmenzern den Weg abzuschneiden ?, oder: Was will die Stadt während der Gartenschau gegen den Lärm der stark befahrenen Enzstraße unternehmen ? – seien noch zu klären, so Abicht.
Was den Teilnehmern an der Führung zeigte: An historischem Schauplatz hat die Zukunft gerade erst begonnen.

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