Frostspanner bereitet Probleme
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Tour durch den Wald in Ölbronn-Dürrn: Holzverkauf, Naturverjüngung und Schädlinge als Themen
Ölbronn-Dürrn. Beim Waldbegang in Ölbronn-Dürrn, organisiert von Revierförster Martin Schickle, haben sich Gemeinderäte, Verwaltungsmitarbeiter, Jäger und interessierte Bürger über den Zustand des Waldes vor der Haustür informiert. Am Ende der knapp zweieinhalbstündigen Tour stellte Bürgermeister Norbert Holme fest: „Unser Wald ist bei Martin Schickle in besten Händen.“ Die Tour begann im Gewann „Laile“ im Ortsteil Dürrn, wo prächtige Eichen und Douglasien wachsen.
Forstmitarbeiter zeigen den Teilnehmern des Waldbegangs, wie aufwendig junge Bäume von Wildwuchs befreit werden müssen. Foto: Filitz
„Die Erlöse beim Holzverkauf, gerade die der Douglasien, sind gut“, berichtete Schickle. Doch für den Forstmann stehen nicht nur die wirtschaftlichen Belange im Vordergrund. „Es ist wichtig, eine für spätere Generationen nachhaltige Waldwirtschaft zu betreiben und rechtzeitig für gesunden Nachwuchs zu sorgen.“ In Ölbronn-Dürrn setzt man auf Naturverjüngung wie nach zwei eichelreichen Jahren großflächig auf dem Gewann „Seerichtstatt“. Ein Waldarbeiter-Team führte dort mit Spezialwerkzeugen vor, mit welcher Sorgfalt die jungen Bestände vom Wildwuchs befreit werden müssen. Sorge bereitet Schickle der Frostspanner, der kleinen Pflanzen auch innerhalb ihrer Wuchshüllen zu schaffen macht, wie zahlreiche angefressene Blätter zeigten. Laut Naturschutzgesetz ist ein Habitat oder Waldrefugium im mehr als 300 Hektar großen Gemeindewald auszuweisen. „Eine Fläche von zehn Hektar haben wir dafür reserviert, seit 23 Jahren haben hier nichts mehr angerührt“, erläuterte Schickle. Von so viel „Natur pur“, die einen ehemaligen, von den Maulbronner Mönchen betriebenen Steinbruch mit einbezieht, waren die Teilnehmer des Waldbegangs begeistert. Der Bereich konnte jedoch nicht, wie zunächst erhofft, als Ausgleichsfläche für das Neubaugebiet „Lau“ eingesetzt werden. „Es handelt sich um zwei verschiedene Ökopunktesysteme, die nicht verrechnet werden können“, erklärte dazu Rathauschef Holme.
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