Fresenius kauft Klinikum Pforzheim

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Bürgermeister Heidt befürchtet keine negativen Auswirkungen

Pforzheim (pm). Das Klinikum Pforzheim hat einen neuen Besitzer: Wie gestern mitgeteilt wurde, kauft das Unternehmen Fresenius SE&Co. KGaA – vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes – 43 Kliniken der Rhön-Klinikum AG zum Preis von 3,07 Milliarden Euro. Zu den übernommenen Standorten gehört auch das Klinikum Pforzheim, an dessen Gesellschaft die Stadt mit 5,1 Prozent des Stammkapitals beteiligt ist. „Im Interesse der am Standort Pforzheim beschäftigten Mitarbeiter sowie für die in Pforzheim und in der Region lebenden und durch das Klinikum bislang hervorragend versorgten Menschen wird die Stadt dafür Sorge tragen, dass alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen auch durch den neuen Gesellschaftseigner eingehalten werden und die Arbeitsplätze für die Mitarbeiter gesichert bleiben“, macht Erster Bürgermeister Roger Heidt, der die Interessen der Stadt im Aufsichtsrat vertritt, deutlich. Durch die Übernahme seien weder für die Beschäftigten noch für die Patienten negative Auswirkungen zu befürchten.

Verwundert über den Verkauf „so Knall auf Fall“ zeigt sich der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke, der auf die städtische Beteiligung verweist. Diese sei von der Verwaltungsspitze stets als im Sinne einer Sperrminorität wirksam bezeichnet worden. Da die Klinik für die Grundversorgung der ganzen Region wichtig sei, wolle er wissen, ob die Verwaltung über den Verkauf informiert gewesen sei, ob man zugestimmt habe und warum der Gemeinderat nicht involviert worden sei.

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