Freispruch mit Zweifeln

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Nach Schlägerei auf dem Fest20zehn: Gericht kann einem der Angeklagten keine Schuld nachweisen

Maulbronn. Auch nach dem vierten Verhandlungstag vor dem Amtsgericht Maulbronn gleicht die Wahrheitsfindung zu einer Schlägerei beim Fest20zehn im vergangenen Jahr einem zähen Kaugummi. Ein Fakt liegt aber auf dem Tisch, nämlich dass ein 29 Jahre alter Mann bei der Veranstaltung neben dem Mühlacker Bahnhof am 11. Juni zweimal attackiert worden ist und eine blutige Wunde davontrug. Die Frage, wer ihn geschlagen hat, steht nach wie vor im Raum. Infrage kamen ein 32- und ein 26-Jähriger (unsere Zeitung hat berichtet). Immerhin: Der ältere der beiden wurde beim Prozess an diesem Mittwoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen – zu seinem Glück, denn er verbüßt bereits eine Bewährungsstrafe wegen einer Körperverletzung in der Vergangenheit.

Rückblick auf das Fest20zehn: Es war eine ausgelassene Feier, an der rund 2500 Menschen teilnahmen. Auf der Tanzfläche im Zelt tobte zu später Stunde die Party, und natürlich war auch jede Menge Alkohol im Spiel. Gegen 2 Uhr kam es dann zu einer Attacke gegen das 29 Jahre alte Opfer, das zuvor angeblich die Ex-Freundin von einem der beiden mutmaßlichen Täter angetanzt haben soll. Während sich daraufhin die Stimmung rund um die Szenerie in negativer Hinsicht aufheizte, meldete sich der Geschädigte draußen bei der Polizei. Daraufhin gingen die Beamten mit ihm an den Tatort, wo er einen weiteren Schlag abbekam und zu Boden ging.

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