Freiheit und Schönheit auf dem Berg
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Pforzheim (pm). „Die Künstler auf dem Berg“ heißt eine Ausstellung in der Pforzheim Galerie, die dort zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis zum 29. September zu sehen ist. Genau wie auf dem Monte Verità bei Ascona brachten auch auf dem „Berg“ in Würm Anhänger der Lebensreform eine Entwicklung in Gang: Zuerst Wochenendtreffpunkt der Vegetarier und Naturfreunde, wurde daraus eine Künstler- und schließlich eine Villenkolonie. Zehn natur- und kunstbegeisterte Schmuckfabrikanten sowie der Bildhauer Adolf Sautter kauften ab 1906 Wiesen auf einem Hang oberhalb des Würmtals. Ganz selbstverständlich betätigten sich die ersten Siedler auf dem „Berg“ künstlerisch. „Freiheit und Schönheit“ – das bedeutete für sie die Humanisierung des Lebens.
Neben den auf dem „Berg“ lebenden Künstlern, unter anderem Adolf Sautter und Richard Ziegler, trugen Kollegen zum von Lebensreform und Jugendstil geprägten Klima bei, darunter Adolf Hildenbrand, Bert und Vera Joho, die Tänzerin Anja Römer-Hahn und andere. Nach 1945 gehörte der Bildhauer Wilhelm Dieke zum Kreis um Curt und Lore Rothe. Eine Wiederkehr lebensreformerischer Ideen erlebte der „Berg“ in den 70er Jahren. Helgart Rothe, Max-Peter Näher und seine „Kommune“ sorgten für Gesprächsstoff. Heute noch leben mit Bernd Bippes und Werner Weißbrodt Künstler auf dem „Berg“.
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