Frau randaliert gegen Polizisten

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Alkoholkonsum und psychische Labilität sind kein Freibrief vor Gericht – Verteidigerin hofft vergeblich auf verminderte Schuldfähigkeit

Pforzheim. Zoff mit dem Partner, Platzverweis, Gerangel mit der Polizei – während der Ausraster der Angeklagten am 26. November 2018 beim Freund mit einer Trennung erledigt war, hatte der Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gestern ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Pforzheim, das der 33-jährigen Osteuropäerin eine Geldstrafe einbrachte.

In der Wohnung des Freundes in Pforzheim ging es am Tatabend hoch her. Es gab Geschrei, bis die Nachbarn die Polizei alarmierten. Die Beamten entschärften die Situation vor Ort, indem sie der streitbaren Frau einen Platzverweis erteilten. Erst widerwillig, dann überraschend flott zog sie von dannen. „Wenn sie schnell gehen, kommen sie meist wieder“, erklärte gestern der Polizei-Ausbilder im Zeugenstand, warum er mit dem Polizeianwärter nur einmal um den Block fuhr, um dann den Wohnungseingang nach fünf Minuten zu kontrollieren. Er hatte den richtigen Riecher. Den nochmaligen Platzverweis nahm die Frau nicht gut auf. „Ihr Hunde, Ihr Bastarde“, beschimpfte sie die Polizisten. Und auch eine Redewendung mit F-Wort soll laut Aussage der Polizisten gefallen sein. Bei der Festnahme wehrte sie sich. „Sie schlug und trat wild um sich“, so der Polizeianwärter. Immerhin bedurfte es der Verstärkung von zwei weiteren Männern, um die Frau zu überwältigen und in den Gefangenentransporter zu setzen. Auch mit ihrer Vermutung, dass die 33-Jährige getrunken hatte, lagen die Polizisten richtig. Sie hatte 1,29 Promille intus.

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