Fortschritte halten sich in Grenzen

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Kommunalwahl 2014: Der Frauenanteil bei den Bewerbern ist trotz großer Anstrengungen nur leicht gestiegen

Die Wahl ist weiblich. Das gilt für die Grammatik, aber längst noch nicht auf politischer Ebene. Frauen machen nicht einmal ein Drittel der Bewerber für die Gemeinderatssitze im Enzkreis aus.

„Stärken stärken, Schwächen schwächen“: Martina Klöpfer vermittelt den Teilnehmerinnen der Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“ Strategien.

„Stärken stärken, Schwächen schwächen“: Martina Klöpfer vermittelt den Teilnehmerinnen der Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“ Strategien. Foto: Filitz

Enzkreis. „Männer und Frauen sollen gleichermaßen bei der Aufstellung eines Wahlvorschlags berücksichtigt werden. Dies kann insbesondere in der Weise erfolgen, dass bei der Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber in den Wahlvorschlägen Männer und Frauen abwechselnd berücksichtigt werden.“ So beginnt Paragraph 9, Absatz 6 des Kommunalwahlgesetzes, doch hat die Neuregelung keineswegs dazu geführt, dass sich auf den Listen zur Kommunalwahl im Enzkreis ebenso viele Frauen wie Männer finden. Zwar hat sich der Frauenanteil bei der Kandidatur um Gemeinderatssitze auf 28,9 Prozent erhöht, das Plus von 0,7 Prozent lässt sich in absoluten Zahlen aber an zwei Händen abzählen: Neun Kandidatinnen mehr als im Durchschnitt der letzten drei Wahlen werden von den Parteien und Wählervereinigungen aufgeboten. Konsequenzen haben sie angesichts der Abweichung von der im Gesetzestext formulierten Idealvorstellung nicht zu befürchten. „Die Beachtung der Sätze 1 und 2 ist nicht Voraussetzung für die Zulassung eines Wahlvorschlags“, schließt der Absatz.

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